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FUSKO GmbH Themenbereiche Brandschutz Beiträge Prüfung/Revision elektrischer Anlagen und Betriebsmittel

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Prüfung/Revision elektrischer Anlagen und Betriebsmittel Drucken

Elektrische Betriebsmittel sind alle Gegenstände, die dem Anwenden elektrischer Energie (z. B. Gegenstände zum Erzeugen, Verteilen, Umsetzen und Verbrauchen) oder dem Übertragen, Verteilen und Verarbeiten von Informationen (z. B. Gegenstände der Fernmelde- und Informationstechnik) dienen. Den elektrischen Betriebsmitteln werden Schutz- und Hilfsmittel gleichgesetzt, soweit an diese Anforderungen hinsichtlich der elektrischen Sicherheit gestellt werden. Elektrische Anlagen werden durch Zusammenschluss elektrischer Betriebsmittel gebildet.

Die nachfolgende Abhandlung behandelt im Wesentlichen das Thema Prüfung/Revision von elektrischen ortsveränderlichen und ortsfesten Anlagen/Betriebsmitteln, mit dem Ziel Defekte und Mängel frühzeitig zu erkennen und zu beseitigen.

Ortsveränderliche elektrische Betriebsmittel sind solche, die während des Betriebes bewegt werden oder die leicht von einem Platz zum anderen gebracht werden können, während sie an den Versorgungsstromkreis angeschlos-
sen sind. Hierzu zählen neben Anschlussleitungen mit Steckern, Bohrmaschinen, Batterie-Ladegeräte und dergleichen auch private Geräte wie Radios, Kaffeemaschinen, Wasserkocher, Kochplatten usw.

Ortsfeste elektrische Betriebsmittel sind fest angebrachte Betriebsmittel oder Betriebsmittel, die keine Tragevorrichtung haben und deren Masse so groß ist, dass sie nicht leicht bewegt werden können. Dazu gehören auch elektrische Betriebsmittel, die vorübergehend fest angebracht sind und über bewegliche Anschlussleitungen betrie-
ben werden.

 

Ein großer Prozentsatz der registrierten Brände ist auf Mängel an elektrischen Anlagen und Betriebsmitteln zurückzuführen. Das Ausmaß dieser Schäden ist erfahrungsgemäß sehr groß. Die wesentlichen Gründe hierfür sind:
♦    Brandausbruch oft nachts, meistens mit langer Schwelbrandphase (Rauchentwicklung).
♦    Beim Kabelbrand (PVC) entstehen Rauchgase, die mit Wasser (z. B. Luftfeuchtigkeit) zu Salzsäure reagieren und sich als aggressives Gemisch auf Einrichtungen und Vorräten niederschlagen. Dies erfordert großen Sanierungsaufwand, insbesondere wenn Lebensmittel oder empfindliche Betriebseinrichtungen (z. B. elektronische Steuerungen) betroffen sind.
♦    Zentrale Stellen (Knoten), wie automatische Steuerungen, Leit- und Schaltschränke, Steuerwarten usw., können ausfallen.
♦    Neben dem Sachschaden kann eine Betriebsunterbrechung auftreten. Die Auswirkungen auf Betriebsablauf und -ergebnis sind oft erheblich.

Durch fachgerechtes Planen und Errichten von elektrischen Anlagen und regelmäßige Wartung und Prüfung, können Brände vermieden werden. Elektrische Anlagen verändern sich im normalen Betrieb kontinuierlich. Diese Veränderungen können einerseits aktiv durch äußere Eingriffe herbeigeführt werden und andererseits passiv entstehen, z. B. durch Schalt- und Steuervorgänge, kurzzeitige Überlastung, Alterung u. ä.

Folgende gesetzliche/behördliche und versicherungsvertragliche Vorschriften gilt es zu beachten, da Obliegenheitsverletzungen im Schadenfall zu einer Minderung des Schadenersatzes bis hin zur Leistungsfreiheit des Versicherers führen können.
♦    Prüfverordnungen der Länder (z. B. HausPrüfVO-Hessen)
♦    Unfallverhütungsvorschrift (UVV) der Berufsgenossenschaft (BG), BGV A3 „Elektrische Anlagen und Betriebsmittel“
♦    Energiewirtschaftsgesetz (EnWG) in Verbindung mit DIN VDE 0100 „Bestimmungen für das Errichten von Starkstromanlagen mit Nennspannungen bis 1000 V" und DIN VDE 0105 „Betrieb von Starkstromanlagen“
♦    Allgemeine Sicherheitsvorschriften der Feuerversicherer für Fabriken und gewerbliche Anlagen (ASF)
♦    Zusatzbedingungen für Fabriken und gewerbliche Anlagen (ZFgA), insbesondere § 13
♦    Klausel 3602 „Elektrische Anlagen“eines Feuerversicherungsvertrages
♦    Betriebssicherheitsverordnung mit ihren Technischen Regeln (TRBS)Brandschutz-InformationPrüfung/Revision elektrischer Anlagen und Betriebsmittel

Insbesondere die regelmäßige Prüfung der elektrischen Anlagen nach der Klausel 3602 erzielt folgende Effekte:
♦    Bei Brandschäden, insbesondere bei Verdacht auf Fahrlässigkeit, können behördliche (strafrechtliche) Ermittlungen einsetzen. Bei Personenschäden haben Berufsgenossenschaften zudem eine Regreßmöglichkeit. Mit dem Revisionszeugnis kann nachgeweisen werden, dass der Sorgfaltspflicht nachgekommen wurde.
♦    Die Arbeit der ausführenden Elektriker (Fremdfirma oder Betriebselektriker) wird kontrolliert. Beispielsweise werden improvisierte Verkabelungen oft beibehalten, auch wenn sie nicht mehr benötigt werden („Nichts ist beständiger als ein Provisorium!“).
♦    Ableitströme (Fehlerstrom/Kriechströme) werden gemessen. Fehlanschlüsse können dadurch erkannt und gefährliche Belastungen der elektrischen Anlage aufgezeigt werden und zusätzliche Kosten vermieden werden.

Elektrische Anlagen und Betriebsmittel müssen grundsätzlich vor Inbetriebnahme (Erstprüfung), nach Änderung oder Instandsetzung auf ihren ordnungsgemäßen Zustand geprüft werden. Hierzu sind Prüfungen nach Art und Umfang der in den elektrotechnischen Regeln (DIN-VDE) festgelegten Maßnahmen durchzuführen.

Ferner sind elektrische Anlagen und Betriebsmittel wiederholt zu prüfen. Bei den Wiederholungsprüfungen unterscheidet man, bezogen auf Art und Umfang, folgende Prüfverfahren:
♦    Die jährliche Revision durch einen VdS anerkannten Sachverständigen gemäß Klausel 3602 berücksichtigt sämtliche relevante VDE-Bestimmungen, behördliche Vorschriften und die Sicherheitsvorschriften der Feuerversicherer. Von dem Sachverständigen wird hierüber ein Zeugnis bzw. Befundschein erstellt, aus dem die Mängel und die Fristen für die Beseitigung hervorgehen. Sofern keine erheblichen Mängel festgestellt werden, wird vom Versicherer auf die nächstfällige Prüfung verzichtet. Das Verzeichnis der VdS anerkannten Sachverständigen finden Sie unter http://www.vds.de/fachservice/anerkannte/db_esv.php.
♦    Die Prüfung nach der Unfallverhütungsvorschrift (UVV) der Berufsgenossenschaft (BG), BGV A3 erfolgt i. d. R. durch eine Elektrofachkraft. Bei normalen Beanspruchungen durch Umgebungstemperatur, Staub, Feuchtigkeit oder dergleichen müssen die elektrische Anlagen und ortsfeste Betriebsmittel grundsätzlich alle vier Jahre geprüft werden (Ausnahme "Betriebsstätten, Räumen und Anlagen besonderer Art": jährlich Prüfung).

 

 

Für die Prüfung der ortsveränderlichen elektrischen Betriebsmittel (soweit benutzt) gilt ein Richtwert von sechs Monaten. Wird bei den Prüfungen eine geringe Fehlerquote erreicht, kann die Prüffrist entsprechend verlängert werden. Insbesondere nicht mehr benötigte und technisch nicht einwandfreie private Elektrogeräte sind zu entfernen. Generell sollte man sie nach Betriebsschluss vom Stromnetz trennen.
♦    Die Prüfungen nach der Betriebssicherheitsverordnung mit ihren Technischen Regeln (TRBS)
♦    Der E-Check beinhaltet die Wartung und Instandhaltung der elektrischen Anlagen, unter Berücksichtigung ausgewählter VDE-Bestimmungen durch ein Elektrounternehmen. Dieser Prüfungsumfang berücksichtigt jedoch nicht die VdS-Richtlinien, die stark auf die Problemstellung der Brandschadenverhütung in elektrischen Anlagen ausgerichtet sind.

Neben den turnusgemäßen Prüfungen durch die verschiedenen Institutionen, können durch zusätzliche, innerbetrieblich organisierte Kontroll- und Wartungsgänge zwischenzeitlich aufgetretene Mängel erkannt und beseitigt werden. Durch elektrotechnisch vorgebildetet Mitarbeiter werden dabei folgende Prüfvorgänge durchgeführt:
♦    Besichtigen, z. B. äußerliche Beschädigungen an Kabel/Leitungen und Betriebsmitteln, mangelhafte Kabel-/Leitungsverlegung und -einführung sowie unzureichende Befestigung, starke Beaufschlagung von Staub und Produktionsrückständen und zu geringe Sicherheitsabstände zu brennbaren Materialien
♦    Messen von unzulassigen Temeraturanstiegen mit berührungslosen Temperaturmessgeräten, von ausgewählten elektrischen Betriebsmitteln.
♦    Erproben, z. B. Auslösen des Fehlerstrom-Schutzschalters zum Feststellen eines möglichen Defektes.

 

Hinweis: Diese Information soll einen Überblick / Einblick in die dargestellte Thematik geben. Sie erhebt keinerlei Anspruch auf Vollständigkeit oder Richtigkeit. Bei der Realisierung / Umsetzung von Maßnahmen sind bestehende gesetzliche oder gesetzesgleiche Vorgaben und Vorschriften zu beachten, insbesondere sind Auflagen aus Bau- und Betriebsgenehmigungen stets zu berücksichtigen. Abweichungen  hiervon sind mit den jeweils zuständigen Institutionen und Behörden abzustimmen. Quelle: R+V Risk Managment

 

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