German English French Spanish
FUSKO GmbH Themenbereiche Arbeitsschutz/-sicherheit Beiträge Erneuter Fall zum Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetz (AGG)

Direktkontakt

Jetzt anrufen!

Bei Fragen zur Absicherung Ihres Unternehmens erreichen Sie uns unter 0791/52770 oder senden Sie uns eine Mail an info@fusko.de
Telefon

Erneuter Fall zum Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetz (AGG) Drucken

Wer Mitarbeiter per Stellenanzeige sucht, sollte ab sofort jedwede Anspielung auf das Alter vermeiden. Dies gilt selbst dann, wenn man sich - also den späteren Arbeitgeber - als "junges Team" präsentiert, entschied das Landesarbeitsgericht Hamburg (Az.: 5 Sa 14/10) in einem kürzlich veröffentlichten Urteil.

In der Stellenanzeige eines Zeitarbeitsunternehmens hieß es wörtlich: "Wir bieten Ihnen: die Möglichkeit, eigene Ideen und Vorstellungen in ein junges, erfolgreiches Team einzubringen". Ein 53-jähriger bewarb sich auf die Stelle, den Vorzug erhielt allerdings eine jüngere Kandidatin. Der abgelehnte Bewerber sah sich durch das Wort "jung" in der Stellenanzeige hinsichtlich seines Alters diskriminiert. Dieser Hinweis bedeute seiner Ansicht nach, dass der Arbeitgeber dadurch bestimmte Altersgruppen ausschließen wolle. Somit verlangte er gerichtlich eine Entschädigung in Höhe eines geschätzten Jahresgehalts von 30.000 Euro. Das Zeitunternehmen hielt dagegen, dass es lediglich ein junges Team biete und nicht einen jungen Mitarbeiter suche.

Das Landesarbeitsgericht (LAG) Hamburg gab in zweiter Instanz dem 53-jährigen Bewerber Recht, sprach ihm allerdings nur zwei Monatsgehälter in Höhe von insgesamt 5.000 Euro zu. Die Richter sahen in der Stellenausschreibung eine nach allgemeiner Lebenserfahrung überwiegende Wahrscheinlichkeit für einen Verstoß gegen das AGG. Der durchschnittliche Leser einer derartigen Stellenanzeige wisse, dass er eher in ein "junges Team" passe, wenn er sich altersmäßig im gleichen Rahmen bewegt. Über 50-jährige Bewerber zählen nach Ansicht der LAG-Richter sicherlich nicht dazu.

Erstmals hat ein Gericht damit bereits in der Selbstbeschreibung des Arbeitgebers eine Diskriminierung festgestellt. Wir raten Ihnen deshalb, bei künftigen Stellenausschreibungen penibel darauf zu achten, nicht nur bei der gesuchten Person sondern zusätzlich auch bei der Beschreibung des Arbeitsplatzes etwaige Altersangaben oder sonstige mögliche Diskriminierungen ein besonderes Augenmerk auf die gewählten Formulierungen zu richten.

 

Quelle: Gründungsrecht Online / KFW

 

FUSKO GmbH - Spezialversicherungsmakler und Risikomanagement ausschließlich für Unternehmen, freie Berufe und Vereine für die Themen:
Betriebshaftpflicht, Berufshaftpflicht, Bürohaftpflicht, Vermögensschadenshaftpflicht, Vereinshaftpflicht, Veranstaltungshaftpflicht, Produkthaftpflicht, Rückrufkostendeckung, Feuerversicherung, EC-Versicherung, Gebäudeversicherung, Geschäftsversicherung, Geschäftsinhaltsversicherung, Betriebsunterbrechungsversicherung, Betriebsschließungsversicherung, Mehrkostenversicherung, Mietausfallversicherung, Elektronikversicherung, Maschinenversicherung, Photovoltaikversicherung, Transportversicherung, Autoinhaltsversicherung, Flottenversicherung, Frachtführerhaftpflicht, Montageversicherung, Kunstversicherung, Valorenversicherung, Schiffsversicherung, Firmenpauschalrechtsschutzversicherung, Arbeitsrechtschutz, Verkehrsrechtschutz, Strafrechtsschutz, Gruppenunfall, Keymanabsicherung, Managerhaftung, D&O, EPLI, Vertrauensschadensversicherung, Leasing, Factoring, Gewerbefinanzierungen, Warenkreditversicherung, Bürgschaftsversicherung ...

Wir sind insbesondere in diesen Regionen tätig:
Schwäbisch Hall, Künzelsau, Öhringen, Heilbronn, Ludwigsburg, Backnang, Waiblingen, Winnenden, Schwäbisch Gmünd, Murrhardt, Gaildorf, Aalen, Crailsheim, Ellwangen